SPD-Stadtratsfraktion Bamberg fordert zusätzliche Mittagsbetreuungsangebote in Gaustadt

Veröffentlicht am 20.03.2018 in Ratsfraktion

vlnr: Heinz Kuntke, Klaus Stieringer, Inge Eichhorn

Verwaltung soll mögliche Zwischenlösungen überprüfen
 
Vor dem Hintergrund wachsender Schülerzahlen in Gaustadt sieht die SPD Stadtratsfraktion große Herausforderungen auf die Stadt zukommen. „Schon jetzt ist die Grenze der Belastbarkeit für Eltern und Schüler in Gaustadt erreicht“, stellte der Fraktionsvorsitzende Klaus Stieringer anlässlich einer Besichtigung vor Ort fest.
 
Die SPD Stadtratsfraktion hatte auf Initiative von SPD Stadträtin Ingeborg Eichhorn Vertreter der Elternschaft, Schule, Verwaltung, Bürgerverein und AWO zu einer öffentlichen Fraktionssitzung der SPD in der Gaustadter Schule eingeladen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürgern und Vertreter der Schule haben die Gelegenheit genutzt, auf die bereits jetzt sehr angespannte Situation der Betreuung von Grundschulkindern in Gaustadt am Nachmittag hinzuweisen und über mögliche Lösungswege zu diskutieren. 

Werner Dippold, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (AWO), signalisierte Bereitschaft, die bestehende Angebote der AWO schnellstmöglich auszubauen. „Die AWO wird der Stadt Bamberg noch im März einen Vorschlag zum Bau eines zusätzlichen Kinderhorts in Gaustadt einreichen“, so Dippold. Mit diesen zusätzlichen Hortplätzen soll sich die Situation an der Gaustadter Schule nach Ansicht des AWO-Geschäftsführers deutlich entspannen. „Soweit wir grünes Licht von der Stadt bekommen, können wir schon bis 2019 die Probleme der Mittags- und Ferienbetreuung sowie die Herausforderung zusätzlicher Raumkapazitäten für die Schule in Gaustadt lösen“, versicherte Werner Dippold.

Die SPD-Fraktion fordert die Verwaltung auf, bis zur Schaffung zusätzlicher Hortplätze ausreichende Zwischenlösungen anzubieten, um die Situation in Gaustadt wenigstens kurzfristig zu entlasten. „Da eine Hortlösung bis zum Beginn des nächsten Schuljahres voraussichtlich nicht zu verwirklichen ist, müssen jetzt Zwischenlösungen gefunden werden“, so Heinz Kuntke. „Der Nachfrage nach 80 Plätzen für die Mittagsbetreuung stehen nach Angaben der Schulleitung nur rund 45 Plätze gegenüber“, stellte Kuntke fest.
 
„Die SPD-Stadtratsfraktion fordert deshalb die Verwaltung auf, mögliche Räumlichkeiten im Umfeld der Grundschule zu überprüfen, um schnellstmöglich zusätzliche Plätze für eine Mittagsbetreuung zur Verfügung stellen zu können“, bekräftigte die Gaustadter SPD-Stadträtin Ingeborg Eichhorn. Als mögliche Standorte wurden im Rahmen der öffentlichen SPD-Fraktionssitzung Räume im Umfeld der Schule wie das "Rathaus Gaustadt", das Sängerheim, die Hausmeisterwohnung in der Grundschule, der Pfarrsaal der katholischen Kirche vorgeschlagen. „Weiterhin soll in die Untersuchung auch eine Containerlösung auf ihre Machbarkeit einbezogen werden“, schlug Heinz Kuntke vor.
 
Die Verwaltung möge bis zu den Sommerferien geeignete Vorschläge unterbreiten und die Ergebnisse im Stadtrat zeitnah vorstellen. Dabei ist nach Ansicht von Heinz Kuntke auch auf die Finanzierbarkeit möglicher Alternativstandorte und notwendiger Umbaumaßnahmen einzugehen.

 

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